Unterrichten von zu Hause aus – mit Augenmaß!

Am 20.03. hat sich der Landeselternbeirat zu Wort gemeldet: Landeselternbeirat schlägt Alarm wegen Homeschooling.

Kurz gefasst ist der LEB der Auffassung, dass Eltern mit der Organisation des Unterrichtsalltages überfordert sein können und sich wegen der ungleichen Voraussetzungen die Bildungsungerechtigkeit vergrößere. Daher solle der Unterricht (auch in Form von Arbeitsaufträgen) komplett ausgesetzt werden. Zu dieser Problematik ein paar (wieder höchst subjektive) Gedanken:

Der von den KollegInnen momentan organisierte Unterricht sorgt in den Familien einerseits für Entlastung, weil er eine Struktur vorgibt und die Kinder beschäftigt. Andererseits darf nicht unterschätzt werden, unter welchen Stress die LehrerInnen die Familien mit ihren Aufgabenstapeln setzen können. Eltern sind keine Experten in allen Fächern!

Unabhängig von bestimmten Arbeitsformen können sich die KollegInnen die Frage stellen, ob und wie der “Unterricht zu Hause” in die zunehmend schwierigere Organisation des Familienalltags passt:

  • Sind (gerade in den unteren Klassen) Erziehungsberechtigte anwesend oder sind sie selbst in Telearbeit oder außer Haus eingebunden?
  • Was ist mit den Geschwisterkindern? Sollen/können/müssen diese mit ihren unterschiedlichen Arbeitsaufträgen gleichzeitig betreut werden?
  • Haben die Kinder überhaupt einen PC zur Verfügung oder müssen sie sich mit einem Smartphone begnügen?
  • Welches Kind besitzt die Disziplin, die Zeit an einem mit dem Internet verbundenen Gerät ausschließlich zur Bearbeitung der Arbeitsaufträge zu verwenden?

Richtlinien für den Teleunterricht könnten m.E. sein:

  • Lieber zu wenig als zu viel
  • Lieber zu kurz als zu lang
  • Lieber zu frei als zu eng
  • Lieber nicht kontrollieren als Druck erzeugen
  • Lieber ein Erklärvideo auf youtube als einen erklärenden Text

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